3. Traditionelle Bögen 
Die mit den Olympischen Spielen 1972 einhergehende Technisierung des Bogensports führte in den USA zu einer Gegenbewegung, die als "traditional archery" bezeichnet wurde.
Diese Bogenschützen wollten weiterhin mit einfachen Holzbögen ohne Zieleinrichtungen, Stabilisatoren etc. schießen - und dies in einer Art, wie sie auch zur Jagd geeignet ist (in den USA erlaubt). Beim traditionellen Bogenschießen wird daher instinktiv oder intuitiv geschossen.
Blankbogenschießen, bei dem Entfernungen exakt geschätzt bzw. errechnet werden müssen, um über den Pfeil zielend und mittels String-oder Facewalking die richtige Trefferhöhe erzielen zu können, hat somit nichts mit traditionellem Bogenschießen gemein. Traditionelle Bögen gibt es in verschiedenen Bauformen wie Langbögen, Jagd-Recurves, Reiterbögen etc. In den Reglements der Bogenverbände wird auch noch zwischen Bögen aus modernen Materialien und reinen Holzbögen unterschieden. Die Domäne der traditionellen Bogenschützen sind Feld- und 3D-Turniere, im Winter natürlich auch die Hallenwettbewerbe. Der Deutsche Schützenbund unterscheidet in seiner Blankbogenklasse nicht zwischen Blank- und traditionellem Schießen. Traditionelle Schützen nehmen daher vorzugsweise in den Jagd- und Langbogenklassen an Meisterschaften des BVBA (DBSV) oder DFBV teil. |